Expansion: Jamba will in China Marktführer werden

Jamba, der weltgrößte Anbieter von Handy-Klingeltönen, will nach Europa und den USA auch die Märkte in Asien und Südamerika erobern. Dabei spiele China, wo das Unternehmen seit einem Jahr präsent ist, eine besondere Rolle, sagte Geschäftsführer Markus Berger-de León in einem dpa-Gespräch in Berlin.

China: Ein Markt mit Potential

“Wir erwarten dort starkes Wachstum in den nächsten Jahren.” Bei Klingeltönen strebe Jamba auch in China die Marktführerschaft an. Geplant ist eine Verzehnfachung der bisherigen Aktivitäten. Das Potential in China ist groß, da nur etwa 30 Prozent der Chinesen ein Handy besitzen. Die Tatsache, dass mangels einer Kabel-Infrastruktur das Internet in China fast ausschließlich übers Handy genutzt werde, sieht Jamba als Vorteil des chinesischen Marktes. China vergibt noch dieses Jahr die für Übertragung von Musik und Videos notwendigen UMTS Lizenzen.

Die WM solls richten

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland will Jamba als Sprungbrett für neue Kundengewinnung nutzen. Geplant ist die Rückkehr des verrückten Frosches, der eine verfremdete Version des Queen-Hits “We are the champions” singt, das neben dem Klingelton als Single und Video vermarktet werden soll.

Jamba, ein Erfolgsunternehmen

Außer Klingeltönen für Handys entwickelt und vertreibt Jamba in digitaler Form Musik, Videos, Spiele, Grafiken und diverse Informationsdienste.Jamba gehört seit 2004 zum US-Internetdienstleiter VeriSign und ist mit seinen Unterhaltungsangeboten in 28 Ländern vertreten. 520 Mitarbeiter sind am Firmensitz Berlin beschäftigt. Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen 527 Millionen US-Dollar (412 Mio. Euro) Umsatz. In dieser Zahl sind die Einnahmen nicht enthalten, die als Nutzungsentgelte direkt an die Netzbetreiber flossen. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen betrug 121 Millionen Dollar.

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