Prepaid Anbieter kontra subventionierte Handys

Immer wieder hört man vom so genannten “0 Euro Handy” oder ähnlichen Deals im Fernsehen oder auch im Internet. Hier wird einem versprochen, dass man sofort und ohne irgendwelche Zahlungen ein Handy erhält (manchmal sogar noch weitaus mehr in so genannten “Handy Bundles”) ohne dafür auch nur einen Cent zahlen zu müssen.

Bei vielen dieser Angebote ist dass tatsächlich die Wahrheit – allerdings auch nur ein Aspekt der Wahrheit…

Letztendlich zahlt man alles was man zunächst gratis erhält über einen langen Zeitraum hinweg zurück, und zwar über erhöhte Vertragskosten. So werden zum Beispiel recht hohe Grundgebühren für den an das “0 Euro Handy” gekoppelten Mobilfunkvertrag erhoben oder die Gebühren für Telefonminuten oder Kurznachrichten sind extrem hoch. Derartige Angebote sind nämlich immer an einen sehr langfristigen Handyvertrag gebunden, der in der Regel 24 Monate Laufzeit aufweist.

Somit holt sich der Anbieter sein Geld auf jeden Fall zurück. Oftmals sogar mehr als nur dass, schließlich wollen Telekommunikationsdienstleister ja auch verdienen.

Und genau dass ist der Punkt, an dem man doch besser über einen Prepaid Anbieter nachdenken sollte. Um Diesen in Anspruch zu nehmen, muss man zwar normalerweise ein Handy erst zum Vollpreis erwerben, doch lohnt es sich insgesamt schon, denn man spart langfristig. In vielen Fällen steht man also mit einem Prepaid Anbieter besser da also mit einem langfristigen, subventionierten Mobilfunkvertrag.

Natürlich ist die Sache von Fall zu Fall teils stark unterschiedlich. Man sollte also genau vergleichen und anhand der persönlichen Vorstellungen und den eigenen Mobilfunk-Nutzungverhalten eine richtig fundierte Entscheidung treffen. Pauschale Antworten auf die Frage nach dem richtigen Handyvertrag gibt es nicht. Es ist jedoch in sehr vielen Fällen so, dass Prepaid Anbieter im Vergleich zu anderen Telekommunikationsdienstleistern die Nase vorn haben.

  • Datum: 17.06.2010
  • Kategorie: Tarife
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Handy Prepaid Karten

Die Rolle und Bedeutung der Prepaid Karten hat sich in den letzten Jahren drastisch geändert, denn die beliebten „Erst bezahlen - dann abtelefonieren“-Karten sind aus dem Schattendasein immer mehr ins das mobile Licht der Öffentlichkeit getreten. Der Grund dafür sind die immer spezielleren Tarif-Optionen der Prepaid Tarife sowie die enorme Expansion der Anbieter, insbesondere der zahlreichen Mobilfunk-Discounter.

Noch vor wenigen Jahren war das Prepaid-Verfahren eher etwas für Handynutzer mit kleinem Geldbeutel, für Wenigtelefonierer und vielleicht noch für Handys, die als Zweitgerät ihr Dasein fristen mussten. Auch der Service hinkte den Angeboten der „klassischen“ Handy-Tarife noch hinterher, insbesondere was die Online-Betreuung und das Aufladen betraf. Die ersten Handy Prepaid Karten verdankten ihre Existenz daher nur den offensichtlichen Vorteilen. Viele Nutzer schätzten die Flexibilität, sich nicht mit einem Vertrag über 12 oder 24 Monate an einen Anbieter binden zu müssen. Auch die permanente Kontrolle des Gesprächsguthabens sowie die oftmals einheitlichen Tarife für Textnachrichten, Mailbox und Telefonate in alle Netze waren ein wichtiges Argument für die ursprünglichen Handy Prepaid Karten.

Das änderte sich erstmals mit dem Aufkommen der Mobilfunk-Discounter und anderer Provider, zu denen heute sogar Fernsehsender, Kaffeeröster, Tageszeitungen und Lebensmittel-Händler zählen. Die Minutenpreise sanken fast wöchentlich und haben sich heute bei etwa 0,08 € – 0,09 € eingependelt. Aber Stillstand bedeutet Rückschritt und so gingen die Anbieter dazu über, auch ihre Prepaid Tarife an den individuellen Bedürfnissen und Wünschen ihrer Kunden auszurichten. Ein wichtiges Merkmal fast aller heutigen Handy-Prepaid Karten sind extrem günstige, wenn nicht sogar kostenlose – Anrufe innerhalb des gleichen Anbieters. Auch spezielle Prepaid Tarife für Telefonate in bestimmte Netze oder für besonders viele SMS sind heute Usus. Im Gegenzug sind dann natürlich andere Optionen innerhalb der Prepaid-Tarife etwas kostenintensiver.

Kaum verändert hat sich dagegen die Art der Abrechnung der aktuellen Handy Prepaid-Tarife. Nahezu alle Anbieter legen hier jeweils die volle Gesprächsminute zu Grunde. Diese so genannte 60 / 1 – Taktung erscheint zwar bei kurzen Telefonaten von wenigen Sekunden etwas unfair, aber bei Minutenpreisen zwischen 0,03 € und 0,08 € lässt sich das ertragen.

Eine weitere Neuerung haben die Prepaid Tarife mit den zusätzlich buchbaren Optionen erfahren. Von Flatrates für bestimmte Netze bis zu Datenflatrates für das mobile Internet sind hier inzwischen die attraktivsten und teilweise auch abenteuerlichsten Optionen im Angebot. Relativ neu im Reigen der Handy Prepaid Tarife sind Angebote mit einer „Airbag“-Funktion. Hier kann der Kunde für einheitliche Minutenpreise um die 0,15 € in alle Netze gehen. Im Gegenzug sind alle Verbindungen, die eine bestimmte Höchstgrenze übersteigen (z.B. 60,- €) für den Rest des Monats kostenfrei.

  • Datum: 16.03.2010
  • Kategorie: Tarife
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