Auch die Handybranche in der Krise?
Auch das Mobilfunkgeschäft schafft es nicht der Krise zu entkommen. Zwar trifft es diesen Bereich nicht so stark wie beispielsweise die Automobilbranche, doch sind die Einschläge der Finanz- und Wirtschaftskrise inzwischen durchaus auch hier zu spüren.
So berichten Nokia sowie Sony Ericsson von erheblichen Verlusten. Die Verkaufszahlen für Handys sind bei Nokia um ganze 15% zurückgegangen sowie bei dem etwas kleineren Unternehmen Sony Ericsson um sage und schreibe 40%. Damit hat Nokia ein ernst zunehmendes Problem und Sony Ericsson ein großes! Um sich aus der Schlinge zu ziehen werden wohl erhebliche Anstrengungen nötig sein, wenn nicht sogar erneut staatliche Hilfe. Unbekannt ist bislang wie viele andere Handyunternehmen auch noch schlechte Zahlen vorzuweisen haben.
Die Gründe für dieses Einbrechen der Umsätze liegen vor allem im sparsameren Verhalten der Verbraucher. Viele versuchen auf günstigere Tarife auszuweichen oder schränken ihr Telefonverhalten ein. Auch wird immer häufiger auf gratis SMS aus dem Internet ausgewichen anstatt die Kurznachricht über das Mobiltelefon und damit über den Provider abzuwickeln. Das Ganze setzt sich natürlich auch beim Verkauf der Handymodelle fort.
So verkaufen sich neue Modelle eher schleppend, es sei denn sie haben Kultstatus wie etwa das neue iPhone. Ansonsten wird eher auf sehr preiswerte Handys zurückgegriffen oder Handykunden behalten ihr altes Gerät und bauen lediglich eine neue SIM-Karte ein wenn ihr Vertrag abgelaufen ist. Letztendlich ist das mobile Telefonieren ein Luxus auf den man viel eher verzichten kann als auf vieles andere. Somit ist gehört das Handy mit zu den Sachen an denen die Privatkunden in Zeiten der sich zuspitzen Krise sparen wollen.